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Tao
Geschichten

Der Wagenlenker

Dschuang Dsi, Buch XIXübersetzt von Richard Wilhelm, 1912

Dsï vom Ostfeld"zeigte sich vor dem Herzog Dschuang mit seiner Kunst des Wagenlenkens. Vorwärts und rückwärts fuhr er nach der Schnur; rechts und links drehte er nach dem Zirkel. Dem Herzog kam es vor, als könnten die Linien eines Gewebes nicht genauer sein. Er ließ ihn hundert"mal im Kreis umherfahren und kehrte dann zurück. Da begegnete ihm Yän Ho"; er meldete sich bei ihm und sagte: „Dsï's Pferde werden zusammenbrechen." Der Herzog schwieg und gab ihm keine Antwort. Und nach einer kleinen Frist kam jener in der Tat zurück, und seine Pferde waren zusammenge brochen. Da fragte der Herzog: „Woher wußtet Ihr das?" Yän Ho sprach: „Die Kraft seiner Pferde war erschöpft, und dennoch verlangte er noch mehr von ihnen, darum sagte ich, sie würden zusammenbrechen."

Überschrift in der Quelle: „11. Der Wagenlenker“. Die Übersetzung ist gemeinfrei; der Wortlaut ist unverändert übernommen.

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