Zum Inhalt springen
Tao
Geschichten

Die Notwendigkeit des Unnötigen

Dschuang Dsi, Buch XXVIübersetzt von Richard Wilhelm, 1912

Hui Ds T sprach zu Dschuang Dsï: „Ihr redet von Unnötigem." Dschuang Dsï sprach: „Erst muß einer das Unnötige erkennen, ehe man mit ihm vom Nötigen reden kann. Die Erde ist ja weit und groß, und doch braucht der Mensch, um zu stehen, nur soviel Platz, daß er seinen Fuß darauf setzen kann. Wenn aber unmittelbar neben dem Fuß ein Riß entstünde bis hinab zu der Unterwelt, wäre ihm dann der Platz, worauf er steht, noch zu etwas nütze?" Hui Dsï sprach: „Er wäre ihm nichts mehr nütze." Dschuang Dsï sprach: „Daraus ergibt sich klar die Notwendigkeit des Unnötigen,"

Überschrift in der Quelle: „7. Die Notwendigkeit des Unnötigen“. Die Übersetzung ist gemeinfrei; der Wortlaut ist unverändert übernommen.

Zugehörige Kapitel